In der heutigen Zeit wird erwartet, immer schneller und unkomplizierter an Informationen zu gelangen. Dabei ist es wichtig, dass diese Informationen von den eigenen Websites stammen. Deshalb sollte jedes Unternehmen seine Website zum Herzstück der gesamten Strategie erklären.

Patrick Klingberg, Digitaler Architekt

Website Tipp 1: Die passende Wort-Bild-Sprache

Innerhalb von drei Sekunden sollten Nutzer:innen basierend auf einer in sich konsistenten Wort-Bild-Sprache erkennen, was Ihre Website zu bieten hat.

Um das Angebot an Produkten oder Dienstleistungen verständlich zu präsentieren und gleichzeitig für Vertrauen der Besucher:innen zu sorgen, sollte Ihre Website eine passende Bilderwelt abbilden, sowie klare Botschaften zu Ihrem Angebot senden.
Die Nutzer:innen sollten pro Dokument auf der Website immer nur eine Handlungsaufforderung (Call-to-Action, kurz: CTA) geboten bekommen. Mit anderen Worten: Die Website sollte nur eine überzeugende Aufforderung zum Handeln zur Verfügung stellen. Daher gilt es, die CTAs von den Farben Ihrer Unternehmensidentität abzuheben. So wird verhindert, dass sie untergehen.

Nehmen Sie die Sicht Ihrer Kunden:innen ein. Denn nicht nur eine verständliche Handlungsaufforderung, sondern auch eine kurze, präzise Erläuterung Ihrer Angebote sollte gegeben sein – und das in Wort und Bild.

Profi Tipp:

Setzen Sie A/B-Tests auf, um herauszufinden, welche CTA-Beschriftungen besser bei Ihren Website-Besuchern ankommen. Mit solchen Tests messen Sie die Performanz der Website. Dabei zeigen Sie Gruppe A eine Seite mit einem bestimmten Design an, während Gruppe B die gleiche Website mit einem anderen Design sieht.

Tipp 2: Ein responsives Webdesign nutzen

Unter responsive Webdesign versteht man, dass das Layout der Website flexibel an das Ausgabemedium angepasst wird. Wenn Sie eine Seite also beispielsweise mit dem Smartphone öffnen, sind Buttons, Texte und Bilder automatisch so angepasst, dass die Informationen auch auf dem kleinen Bildschirm gut zu lesen und zu bedienen sind.

Ziel ist es auch hier, eine optimale Nutzer:innenerfahrung zu schaffen.

Google empfiehlt, jede Seite automatisch responsiv anzupassen. Dies spielt einerseits eine wichtige Rolle für das bestmögliche Nutzer:innen-Erlebnis. Andererseits halten oder verbessern Sie Ihre Position im Google-Ranking: Mittlerweile nutzt die Suchmaschine denn sogenannten „Mobile First Index“, das bedeutet, dass nur Inhalte in den Suchergebnissen angezeigt werden, die auch auf mobilen Geräten zugänglich sind.

Testen Sie selbst:

Rufen Sie Ihre Website über Ihr Smartphone auf und schauen Sie sich an, welche Inhalte optimiert werden müssen: Sind alle Text gut zu lesen? Lassen sich Buttons leicht antippen? Kann das Kontaktformular ausgefüllt und abgeschickt werden?

Auch die Gestaltung der Navigation ist ein wichtiger Punkt. Diese meistert man beispielsweise mit Menüs. Dabei gibt es für die Präsentation des Inhalts mehrere Optionen:

  • Menüs, die über Schaltflächen eingeblendet werden
  • Menüs, mit nebeneinander angeordneten Navigationspunkten
  • Dropdown-Menüs
  • Reduzierte Menüs
Responsive Webdesign: Tipp für eine gute Website

Tipp 3: Die Geschwindigkeit der Website optimieren

Um eine zukunftsfähige Website zu gewährleisten, sollte diese so schnell wie möglich laden. Eine Studie von Google zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein:e Besucher:in einer mobilen Website abspringt, um 123 % steigt, wenn die Seitenladezeit von einer Sekunde auf 10 Sekunden ansteigt. Im Vergleich dazu erhöht sich die Absprungrate bei einer Ladezeit von 3 Sekunden nur um 32 Prozent.

Demnach haben schon wenige Sekunden einen signifikanten Einfluss auf das  Nutzer:innenverhalten. Dieser Faktor auch aus SEO-Sicht wichtig, denn Seiten, die von Usern direkt wieder geschlossen werden (die also „Abspringen“) werden im Ranking abgestraft.

Testen Sie selbst:

Finden Sie heraus, wie schnell Ihre Website wirklich lädt. Dafür können Sie das Tool Pagespeed Insights nutzen. Sie sollten Elemente prüfen, die zu langen Ladezeiten führen. Dies können beispielweise zu große Bilder und Grafiken sein, die Sie komprimieren können. Laden Sie Dateien immer so klein wie möglich hoch oder nutzen Sie Tools wie Tiny.png oder Compressjpeg.com.

Tipp 4: Eine klare Seitenstruktur ermöglichen

Beim ersten Besuch auf einer Website entscheidet häufig die Optik und Struktur darüber, ob Nutzer:innen bleiben oder sie direkt wieder verlassen.

Je mehr Informationen auf einer Website abgebildet werden, desto höher werden die Ansprüche an die Seitenstruktur und die Navigation. Seitenbesucher:innen müssen einfach, schnell und intuitiv an den Ort der Seite gelangen, an dem ihre Intention befriedigt wird. Darüber hinaus müssen auch Suchmaschinen verstehen, welche Informationen auf einer Website für die Erfüllung der Suchintention relevant ist. Dies gelingt beispielsweise durch eindeutige Überschriften und URLs.

Achten Sie darauf, dass die wichtigsten Kategorien mit zwei Klicks und die tiefsten Ebenen der Website weniger als vier Klicks erreichbar sind. So minimieren Sie die Absprungrate der Nutzer.

Tipp 5: Aktualisieren statt komplett neu kreieren

Ein sehr wichtiger Faktor für den Inhalt auf Ihrer Website ist die Aktualität.

Anstatt ständig neue Unterseiten zu schaffen, sollten Sie bestehende Seiten pflegen. Das heißt: Erweitern und aktualisieren Sie diese regelmäßig. Dabei geht es nicht um marginale Textkorrekturen oder das Verändern des Datumstempels. Sorgen Sie für neuen Inhalt beispielsweise durch das Verfassen weiterer, thematisch passender Inhalte, die Sie anschließend auch verlinken können. Auch das Ergänzen vorhandener Seiten um aktuelle Themen oder neue Leistungen ist sinnvoll!

Greifen Sie bei der Erstellung von Inhalten auf einen interessanten Mix (Text, Bilder und Videos) zurück, der das Erfassen der Informationen für Nutzer:innen möglichst einfach macht. Eine clevere visuelle Aufbereitung Ihres Inhalts macht diesen besser greifbar, sodass Ihre Seitenbesucher:innen nicht so schnell das Interesse verlieren. Formulieren Sie kurze, prägnante Textpassagen, die Sie durch Hervorhebungen (Fettungen, Aufzählungen, Zwischenüberschriften) und Bild- oder Videomaterial zusätzlich auflockern.

Fazit: Wechsel der Perspektive

Eine Zeitgemäße und zukunftsfähige Website inklusive dementsprechenden Content funktioniert nur mit einer sinnvollen Strategie dahinter. Ohne Strategie wird es kaum Erfolge zu verzeichnen geben, denn ohne eine gute Platzierung der Inhalte, kann sie auch niemand lesen.

Schauen Sie auf Ihrer Website regelmäßig nach Optimierungspotenzialen und setzen Sie diese um. Wechseln aus der Unternehmensperspektive in die Nutzerperspektive und fragen Sie sich, was sie selbst von Ihrer Website erwarten würden. So können Sie eine gute Grundlage schaffen, um mit Ihrem Inhalt gesehen zu werden.

Text: Patrick Klingberg
Redaktion: Christel Schmuck

Der Autor:

Patrick Klingberg

Patrick Klingberg

„Von der regelmäßigen Inventur der Website bis zum Frühstücksfernsehen des Online Marketings – als Digitaler Architekt predige ich seit Jahren meinen Slogan: Mehr ❤️ für die eigene Website!“.

Patrick ist Dozent für Online Marketing an verschiedenen Bildungseinrichtungen wie der Hamburg Media School und der Europäischen Medien- und Business-Akademie. Als digitaler Host auf Twitch gibt er in regelmäßigen Live-Formaten Tipps fürs digitale Marketing.

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