Homeoffice in Zeiten von Corona

Die Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie setzen Unternehmen, globale Lieferketten, Branchen und ganze Volkswirtschaften unter Druck, sich an die außergewöhnlichen neuen Umstände anzupassen und ihre Prozesse und Kommunikation durch Digitalisierung krisenfest zu machen.

Unter dem Aspekt des „social distancing“ – also dem Vermeiden unnötiger physischer Personenkontakte, gewinnen v.a. die Themen Homeoffice und Remote Work (Mobiles Arbeiten) als Alternativen zum Großraumbüro und physischen Meetings an Bedeutung.

Tipp:

Unser „Leitfaden Homeoffice – In 8 Schritten zum digitalen Arbeitsplatz“ zeigt, was Sie bedenken sollten, um Ihre Geschäftsprozesse erfolgreich auf die Arbeit von Zuhause aus umzustellen.

Das Homeoffice als nachhaltige Alternative zum Büro

Bereits vor der aktuellen Krise waren ungefähr zehn Prozent der Erwerbstätigen mindestens an einem Tag der Woche im Homeoffice. Oft geschieht das jedoch noch als Ersatz für bestehende Prozesse, nicht als eigenständige Formen der Arbeit.

Vom Behelf zur Alternative

Doch Homeoffice und mobiles Arbeiten können mehr, als herkömmliche Prozesse krisenbedingt oder behelfsmäßig zu ersetzen. Sie können helfen, ganze Geschäftsmodelle in eine ökologisch und ökonomisch nachhaltigere Zukunft zu transformieren.

Wer von zu Hause arbeitet und die eigene digitale Infrastruktur nutzt:

pendelt nicht zur Arbeit, verkürzt seine Fahrtzeiten und erreicht eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Initiative nachhaltig.digital hat dazu anhand ihrer eigenen eintägigen Veranstaltung errechnet, dass bei virtuellen Videokonferenzen gegenüber physischen Meetings bei 166 Teilnehmern ca. 69 Kilogramm CO2 anfallen statt 52 Tonnen CO2. Auch wenn die tatsächliche Berechnung der Einsparpotentiale komplex ist, verdeutlicht das Beispiel die enormen Klimapotentiale durch die Nutzung digitaler Formate.

Ein Gutachten des Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) aus dem Jahr 2019 hat errechnet, dass über 850.000 Tonnen CO2 eingespart werden können, wenn weitere zehn Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland einen Tag pro Woche im Homeoffice arbeiten würden. Für diese Menge CO2 kann ein voll beladener LKW knapp 700.000-mal von Berlin nach München und wieder zurück fahren. Um das zu kompensieren, müsste man knapp 10.000 Bäume pflanzen. Hier offenbart sich das gewaltige ökologische Potential, dass im deutschen Mittelstand schlummert.

Von der Alternative zum Werkzeug

Die Digitalisierung von Prozessen und Kommunikation in Form von Homeoffice und mobiler Arbeit hat aber nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern rechnet sich für Unternehmen direkt. Der Wegfall von unnötigen Dienstreisen und Konferenzen schafft Raum für die notwendigen.

Digitale Tools haben nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern rechnet sich für Unternehmen direkt.

Eine Studie von CliDiTrans, in Auftrag gegeben vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat ergeben, dass virtuelle Konferenzen und Online-Zusammenarbeit die Arbeitseffizienz so sehr steigern, dass pro Beschäftigtem mehr Projekte und Kunden verantwortet werden können. Diese Effizienzsteigerung geht soweit, dass mehr Dienstreisen stattfinden als zuvor.

Tipp:

Prüfen Sie vor jeder Dienstreise, ob diese wirklich notwendig ist, oder der Termin durch die Verwendung digitaler Tools ersetzt werden kann. Dadurch leisten Sie einen für die Umwelt wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Homeoffice und Online-Zusammenarbeit machen die Zusammenstellung globaler Top-Teams im Alltag erst umsetzbar. Der Einsatz von mobiler Arbeit und Homeoffice kann zur stärkeren regionalen Verankerung bei gleichzeitiger Vernetzung von Unternehmen führen.

Besonders für kleine und flexible Unternehmen ist dies eine ideale Möglichkeit, sich an der Spitze der nachhaltigen Transformation zu positionieren.

Mit dem Team in Verbindung bleiben:

Wir stellen Ihnen hier 10 kostenfrei Tools für die Kommunikation im Homeoffice vor.

Der Mittelstand als Vorbild

Homeoffice und mobiles Arbeiten haben also ein gewaltiges Potential für Unternehmen, Umwelt und die Gesellschaft insgesamt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen können hier durch ihre Flexibilität und Gesellschaftsnähe wichtige Impulse setzen. Sie können ihre Geschäftsmodelle dadurch sogar optimieren und ganz in unternehmerischer Tradition aus einer Not eine Tugend machen.

Mit dem richtigen Konzept sicher durch die Krise

Die aktuelle Situation verlangt von vielen Unternehmen schnelles Handeln. Prozesse müssen jetzt digitalisiert, Mitarbeitende im Homeoffice weitergebildet und Geschäftsmodelle neu ausgerichtet werden. Wir unterstützen Sie aktiv und kostenfrei bei der digitalen Transformation.

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