Die Weiterbildung von Mitarbeitern ist eines der zentralen Themen für Unternehmen. Schließlich ist es eine zusätzliche Motivation, wenn der eigene Arbeitgeber in seine Angestellten investiert. Auch er selbst profitiert vom frischen Know-how – manchmal verschafft es ihm sogar den entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und des damit verbundenen Fachkräftemangels müssen Recruiter flexibel sein und Arbeitgeber sich attraktiv präsentieren. Themen, wie lebenslanges Lernen, Wissenstransfer und Fortbildung von Quereinsteigern bekommen eine immer größere Bedeutung.

In der Praxis gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Personalentwicklung: individuelle Inhouse-Seminare, altbewährte Akademien, öffentliche Workshops oder E-Learning. Doch wieso auf digitale Lösungen setzen, wenn es in der Gruppe besonders viel Spaß bringt, sich auszutauschen und neues Wissen anzueignen?

Lernvideos-und-Microcontent

Weniger Kosten – mehr Flexibilität

Die Vorteile von digitaler Weiterbildung in Unternehmen liegen auf der Hand. Zunächst können enorme Kosten eingespart werden, welche durch teure Seminargebühren und Reisekosten entstehen. E-Learning-Angebote sind zeitunabhängig einsetzbar. Das heißt nicht nur, dass Mitarbeiter sich dann fortbilden können, wann es ihnen zeitlich passt, sondern auch, dass sie in ihrem eigenen Tempo lernen können. So werden zudem aufwendige Terminfindungen vermieden und zeitliche Ressourcen eingespart.

Effektiv Lernen durch kleine Einheiten

Während E-Learning ganz generell schon im Zeitalter von Disketten Anwendung fand, gibt es heutzutage verschiedene Möglichkeiten, um das digitale Lernen umzusetzen. Ein Zauberwort 2019 heißt dabei: Microlearning.

Gemeint ist das Lernen in kleinschrittigen Einheiten – ermöglicht durch Apps auf dem Smartphone oder Software bzw. Webanwendungen. Im Vergleich zu einem achtstündigen Frontalunterricht sind die kurzen und in sich geschlossenen Einheiten leichter zu verinnerlichen. Der Sinn ist jedoch nicht, ein Tagesseminar in ein Microlearning-Tool zu pressen. Vielmehr geht es darum, Mitarbeiter auf eine unterhaltsame und einfache Art zum Lernen zu animieren und auf wichtige Themen aufmerksam zu machen – etwa in Form eines digitalen Quizzes.

Onboarding-App

So macht selbst Compliance Spaß

Besonders in trockenen Bereichen wie für Compliance-Schulungen oder Sicherheits-Trainings vermitteln Lern- bzw. Quizapps auf mobilen Endgeräten Inhalte in kleinen Einheiten spielerisch. Hierbei können Mitarbeiter anhand von digitalen Karteikarten, durch Lernvideos oder durch eine Quizchallenge allein oder im Test gegeneinander Wissen aneignen. Dank kurzer Entwicklungszyklen und schnell umsetzbaren Updates sind Apps in Unternehmen unkompliziert und pflegeleicht einsatzbereit.

E-Learning – nur was für Millennials?

Von wegen nur etwas für Azubis und andere junge Mitarbeiter: Die Lerntechnik findet heutzutage bei einer breiten Zielgruppe Anklang. Insbesondere im Vertrieb, um sich – ohne Druck und Blöße – über Produkte tiefgehend zu informieren oder für die Einarbeitung von Personal (auch Onboarding genannt) sind die modernen Lernlösungen beliebt. Wer also aktuelles Fachwissen schnell vermitteln möchte, seine Mitarbeiter in täglichen Abläufen effektiver werden lassen will oder es anstrebt, kompetente Ansprechpartner zu schulen, der sollte sich mit dem Thema digitales Lernen in Unternehmen durch Lernmanagementsysteme (LMS), Microlearning oder Mobile Learning näher beschäftigen. Vor allem in der Finanz- und Versicherungsbranche sowie anderen Unternehmen, die sehr vielschichtige Produkte anbieten oder in der Produktion komplexe Schritte ausüben müssen, bringt das vor allem eins: Einfachheit.

Lernapp

PS: Auch Hybridlösungen sind im Trend

Unternehmen, die auf klassische Lernmöglichkeiten nicht verzichten möchten, können außerdem gemischte Modelle anwenden. Blended Learning ist ein Format, das die Online- und die Offlinewelt verbindet. Zahlreiche Akademien und Institute setzen Lernapps begleitend zu Seminaren ein, um Wissen im Privaten zu vertiefen und Schulungen auf den individuellen Bedarf bzw. verschiedene Lernlevels zu zuschneiden: Beispielsweise als Vorbereitung auf ein Seminar, um alle Teilnehmer auf demselben Level starten zu lassen oder als Nachbereitung, um längerfristiger Impulse zu setzen.

Die Autorin:

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Norma Demuro
Geschäftsleitung der keeunit GmbH

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