Aktuell steckt fast jedes Unternehmen in einer Ausnahmesituation: Die einen müssen in kürzester Zeit viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rekrutieren, die anderen stellen auf Kurzarbeit um und frieren ihr Recruiting ein. Ist das die richtige Zeit für Employer Branding, den Aufbau einer Arbeitgebermarke?

Ja, unbedingt!

Warum das so ist und wie Sie Ihre Arbeitgebermarke aufbauen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

3 Gründe für Employer Branding – auch in der Krise

3 Gründe für Employer Branding – auch in der Krise

  1. Employer Branding steigert die Mitarbeitermotivation. Gerade in Krisenzeiten ist das wichtig, damit Sie gemeinsam kreative Lösungen finden, um schnell aus der Krise heraus und wieder auf Erfolgskurs zu kommen.
  2. Employer Branding erhöht die Mitarbeiterbindung. Die Fluktuation sinkt um bis zu 50 Prozent. Damit beugen Sie auch Abwerbeversuchen Ihrer Wettbewerber vor, die die Verunsicherung der Zeit nutzen, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzusprechen.
  3. Employer Branding macht die Mitarbeitergewinnung effizienter. Ihr Unternehmen wirkt auf die richtigen Talente anziehend, Sie erhalten mehr und passendere Bewerbungen. Die Kosten für das Recruiting sinken. Das gilt sowohl, wenn Sie viele neue Leute einstellen müssen, aber auch, wenn Sie nur einzelne erfolgskritische Stellen besetzen wollen.

Kurzum: Employer Branding ist eine Investition, die langfristig Kosten senkt und Ihre Wertschöpfung steigert.

Auf einen Blick:

Unser Rezept-Flyer „Starke Arbeitgebermarke durch Employer Branding“ gibt Ihnen eine knackige Anleitung, wie Sie Employer Branding im Unternehmen einführen können.

In 4 Schritten zur überzeugenden Arbeitgebermarke

Und so starten Sie den Aufbau Ihrer Arbeitgebermarke:

Schritt 1 | Analyse: Sammeln Sie Informationen: über die Erwartungen Ihrer Bewerberzielgruppe an ihren Wunscharbeitgeber, über die Stärken Ihrer Wettbewerber auf dem Arbeitskräftemarkt und vor allem über Ihre eigenen Stärken (und Schwächen) als Arbeitgeber, zum Beispiel über eine anonyme Mitarbeiterbefragung.

Schritt 2 | Definition: Definieren Sie Ihre Arbeitgebermarke. Dazu gehören klassischerweise die EVP (kurz für Employer Value Proposition, Ihr Arbeitgeberversprechen), rund 4-5 vertiefende Kernbotschaften, ein Claim und ein Visual.

Schritt 3 | Konzeption: Planen Sie Ihre Arbeitgeberkommunikation. Wählen Sie Kanäle, die Sie langfristig bedienen können, die ineinandergreifen und auf denen Sie Ihre Zielgruppe in den verschiedenen Stadien der Candidate Journey erreichen.

Schritt 4 | Umsetzung: Achten Sie auf ausreichend Kontaktpunkte mit Ihren potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern. Und denken Sie daran: Stellen Sie die Arbeitgebermarke Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor, bevor Sie extern kommunizieren.

Employer Branding: In 4 Schritten zur überzeugenden Arbeitgerbermarke

Erfolgreiche Arbeitgeberkommunikation entlang der Candidate Journey

Konzeption und Umsetzung müssen Sie an der Candidate Journey ausrichten – vom ersten Kontakt bis zur Bewerbung. Sonst verlieren Sie viele potenzielle Bewerberinnen und Bewerber entlang der Reise oder bevor sie richtig losgeht.

Machen Sie Talente auf sich aufmerksam. Sie müssen wissen, dass es Sie als Arbeitgeber gibt, z.B. über Stellenanzeigen, Medienarbeit oder Guerilla-Aktionen. Geben Sie Ihren Interessentinnen und Interessenten Informationen an die Hand. Was bieten Sie als Arbeitgeber? Von Unternehmenskultur über Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zu Benefits gibt es viele Themen, über die Sie sprechen sollten.

Überzeugen Sie sie, z.B. im persönlichen Gespräch auf (virtuellen) Karrieremessen oder über Mitarbeiter-Testimonials. Machen Sie die Bewerbung so einfach wie möglich, sowohl technisch als auch inhaltlich. Verzichten Sie auf alles, was nicht absolut notwendig ist. Falls es mit einer Anstellung doch nicht klappt: Halten Sie regelmäßig Kontakt, um guten Kandidatinnen und Kandidaten im Gedächtnis zu bleiben.

Tipps für Arbeitgeberkommunikation in der Krise

Das gilt übrigens gerade jetzt in der Krise ganz besonders. Kommunizieren Sie immer wieder mit potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern, auch wenn Sie aktuell nicht rekrutieren, z.B. über soziale Medien oder Newsletter. Bauen Sie sich jetzt einen Talentpool auf, auf den Sie zurückgreifen können, wenn der Aufschwung kommt und Sie wieder Positionen besetzen. Das verschafft Ihnen einen immensen Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern.

Über die Autorin

Annekatrin Buhl ist selbstständige Employer-Branding-Beraterin für den Mittelstand.

Annekatrin Buhl ist selbstständige Employer-Branding-Beraterin für den Mittelstand. Sie unterstützt mit ihrer Kommunikationsexpertise Unternehmen dabei, aus ihren Stärken eine überzeugende Arbeitgebermarke aufzubauen und damit Mitarbeiter zu binden und zu finden. Weitere Informationen finden Sie unter www.die-employer-branding-beraterin.de.

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