„Büromöbel sind nun mal nicht sehr sexy“, erzählt eine teilnehmende Unternehmerin und berichtet von ihrem Mangel an Fachkräften und qualifizierten Bewerbungen. Dieses Problem zieht sich branchenübergreifend durch viele mittelständische Unternehmen. Deswegen ging es bei unserem vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) durchgeführten Workshop zum Thema Employer Branding um die Frage: Wie wird man als mittelständisches Unternehmen eigentlich attraktiv für Fachkräfte?

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Der Blick in die nahe Zukunft zeigt: Die Rekrutierungskosten für Unternehmen steigen rasant. Zusätzlich besteht der Arbeitsmarkt zu einem immer größeren Anteil an Menschen, die mit digitalen Medien groß geworden sind. Unternehmen müssen daher reagieren! Wie? Das wurde mit dem Fachwissen des Workshopleiters Martin Talmeier (HPI) und der PersonalexpertInnen Anna Ott (hub:raum) und Christoph Räthke (GTEC) erarbeitet.

Die Botschaft: Es muss ein Wandel im Denken der Personaler stattfinden! Von „Post & Pray“ zu „Talent Aquisition“ – also vom einfach Posten einer klassischen Stellenausschreibung zu einem kandidatenzentrierten Prozess, der das Unternehmen als Marke präsentiert und seine Werte authentisch kommuniziert. Denn: In der Welt von Social Media gewinnt Menschlichkeit und die am besten erzählte Geschichte.

Storytelling war schließlich auch in der Kleingruppenarbeit das entscheidende Stichwort: Wie man eine ansprechende Stellenbeschreibung erstellt, eine nutzerzentrierte Karriereseite konzipiert oder Talentnetzwerke bildet, waren nur einige der vielen besprochenen Themen. Auch von zahlreichen Best Practice-Beispielen konnten die TeilnehmerInnen lernen. Der Chatbot als erste Anlaufstelle für BewerberInnen? Die Videobewerbung anstelle des klassischen Lebenslaufs? Am Ende steht fest: Das traditionelle Bewerbungsverfahren in Frage zu stellen lohnt sich.

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Personal 4.0 von A – Z

Auch bei den kommenden Terminen der Trainingsreihe wird den Teilnehmern ein Rundumpaket zum Thema Personal 4.0 geboten: vom digitalen Recruiting über eine Best-Practice-Tour zu erfolgreichen Unternehmen durch Berlin bis hin zum Thema Unternehmenskultur.

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Wie sieht Ihr Job in Zukunft aus? Was zeichnet sich jetzt schon im Zuge der Digitalisierung ab? Was muss sich ändern, damit wir fit für Arbeiten 4.0 sind?

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Gurken 4.0 – vor Ort beim Praxisprojekt

Gurken aus dem Spreewald gibt es in vielen Varianten: süß-sauer, eingelegt in Honigessig oder salzig. Wie aber können Sensoren zur dauerhaften Qualität der Gurken beitragen? Dieser Frage gehen wir in unserem Digitalisierungsprojekt mit dem Gurkenhof Frehn auf den Grund.