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Finanzierung in der Corona-Krise
Im Zuge der verhängten Restriktionen im Kampf gegen das Coronavirus machen sich viele Unternehmen zunehmend Sorgen um ihr Geschäft und die Zukunft ihrer Mitarbeiter. Um dieser Besorgnis entgegenzutreten, geben wir hier einen Überblick relevanter Möglichkeiten zur Liquiditätssicherung des eigenen Unternehmens in Zeiten von COVID-19.

Die Maßnahmen von Bund und Ländern im Überblick

Die Bundesregierung hat für Selbstständige, Beschäftigte und Unternehmen einen sogenannten Schutzschild vor den Auswirkungen der Coronakrise in unbegrenzter Höhe beschlossen. Das Paket besteht aus vier Säulen:

 

  • Milliarden schwere Hilfsprogramme: Betroffene Unternehmen sollen günstige Notfallkredite erhalten, außerdem soll der Zugang zu Bürgschaften für laufende und fällige Kredite erleichtert werden.
  • Steuerhilfen für Unternehmen: Unternehmen können Steuern stunden lassen und Vorauszahlungen für das laufende Jahr senken oder aussetzen.
  • Flexibleres Kurzarbeitergeld: Die Anforderungen für den Erhalt von Kurzarbeitergeld sind gesenkt worden.
  • Europäische Zusammenarbeit: Die Bundesregierung will sich auf EU-Ebene für einheitliche Maßnahmen und Notfallprogramme einsetzen

Staatliche Soforthilfen und Finanzierungen des Bundes

Die Banken des Bundes und der Länder bieten kurzfristige Liquiditätshilfen wie Betriebsmittelkredite und Bürgschaften für betroffene Unternehmen an. Der vom Bundestag beschlossene Schutzschild gegen die Coronakrise umfasst 460 bis 550 Milliarden Euro. Die Kredite werden über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Deutschen Bürgschaftsbanken (BB) und die Bürgschaftsbanken der Länder verteilt.

 

Staatliche Soforthilfen und Finanzierungen der Länder

Das Land Berlin gewährt über die Investitionsbank Berlin (IBB) und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GLV) Zuschüsse für berliner Selbstständige, Kleinunternehmen und mittelständische Betriebe in Höhe von 900 Millionen Euro.

 

 

Das Land Brandenburg gewährt über die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) ebenfalls Zuschüsse für brandenburgische Unternehmen in Höhe von 500 Millionen Euro. Zusätzlich hat das Land Brandenburg über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ein Soforthilfeprogramm für Freiberufler, Selbstständige und Kleinstunternehmer aufgelegt, das echte Zuschüsse von 5.000 – 60.000 Euro an Betroffene zahlt.

 

 

Das Land Baden-Württemberg gewährt über die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Zuschüsse für Unternehmen in Höhe von 5 Milliarden Euro. Freiberufler und KMU gewährt über das Land echte Zuschüsse i.H.v. bis zu 15.000 Euro.

 

 

Der Freistaat Bayern hat über das Bayerische Wirtschaftsministerium (StMWi) Hilfsmittel für Selbstständige und Unternehmen in Höhe von 10 Milliarden Euro bereitgestellt.

 

 

Das Land Bremen hat über die Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB) 10 Millionen Euro an Hilfsmitteln als Unterstützung für von der Coronakrise betroffene Selbstständige und Unternehmen bereitgestellt.

 

 

Das Land Hamburg hat die sogenannte Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) über die Hamburger Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) für Kleinunternehmer und Selbstständige aufgelegt. Das Land rechnet mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag. Zusätzlich gewährt das Land Freiberuflern echte Zuschüsse von bis zu 2.500 Euro und KMU echte Zuschüsse von 5.000 Euro bis 25.000 Euro.

 

 

Das Land Hessen hat über die Bürgschaftsbank Hessen (BB-H) Soforthilfen und Kredite in Höhe von 7,5 Milliarden Euro für Selbstständige und Unternehmen bewilligt.

 

 

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat ein Hilfspaket von 700 Millionen Euro für Selbstständige und Unternehmen beschlossen. Weiterhin hat das Land echte Zuschüsse für KMU von 9.000 Euro bis 40.000 Euro über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI-MV) beschlossen.

 

 

Das Land Niedersachsen gewährt über die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) Kreditbürgschaften in Höhe von 1,4 Milliarden Euro für Selbstständige, KMU und große Unternehmen. Zusätzlich gewährt das Land Niedersachsen über die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen (NBank) echte Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit 49 Mitarbeitern und weniger. 

 

 

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Hilfspaket über 25 Milliarden Euro für betroffene Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen beschlossen. Das Paket umfasst Steuerstundungen und -verschiebungen und Soforthilfen und Notfallkredite über die Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen (BB-NRW).

 

 

Das Land Rheinland-Pfalz hat über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB Rheinland Pfalz) Soforthilfen und Notkredite für KMU bereitgestellt. Das Volumen der Hilfsmittel ist noch unklar.

 

 

Das Bundesland Saarland hat Sofortkredite in Höhe von 30 Millionen Euro für Selbstständige und Unternehmen bewilligt. Zusätzlich gewährt das Saarland über die Saarländische Landesbank (SaarLB) echte Zuschüsse für Selbstständige und Kleinunternehmen von 3.000 Euro bis 10.000 Euro.

 

 

Der Freistaat Sachsen hat über die sächsische Aufbaubank (SAB) einen Hilfsfonds für Selbstständige, Kleinstunternehmer und KMU aufgesetzt. Das genaue Volumen ist noch nicht klar.

 

 

Das Land Sachsen-Anhalt hat die Mittel der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt  und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-​Anhalt (BB-MBG) über 600 Millionen Euro aufgestockt.

 

 

Das Land Schleswig-Holstein hat Überbrückungskredite in Höhe von 500 Millionen Euro bereitgestellt, die durch die jeweiligen Hausbanken und die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB-SH) bewilligt werden.

 

 

Der Freistaat Thüringen hat über die Thüringer Aufbaubank (TAB) ein Hilfspaket in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für Selbständige und Unternehmen beschlossen. Abhängig nach Unternehmensgröße sind für Selbstständige und KMU echte Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro abrufbar.

 

Kurzarbeitergeld / Aufstockung

Die Bundesregierung, der Bundestag und der Bundesrat haben im Eilverfahren Neuregelungen für einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld während der Coronakrise beschlossen.

 

 

Corona kann ein Grund für die Anordnung von Kurzarbeit sein, sofern es zu einem Entgeltausfall kommt, trotzdem kann Kurzarbeit nicht einseitig angeordnet werden.

 

Reguläre Förderprogramme

Trotz und gerade in Zeiten der Krise, laufen auch die regulären Förderprogramme von Bund und Ländern weiter. Vor allem die Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen und digitaler Weiterbildung für Home Office und Remote Work, als Antwort auf Quarantäne und eingeschränkte Bewegungsfreiheit, sind eine gute Option.

 

Rechnungsaufkauf / Factoring / Finetrading

Neben traditionellen Factoring-Anbietern, stehen gerade auch in Zeiten von Quarantäne und öffentlicher Distanz, besonders digitale Factoring-Anbieter unkompliziert zur Verfügung. Per Laptop oder Mobile Devices kann so Rechnungsverkauf zeitgemäß abgewickelt werden.

 

Crowdfinanzierung / Crowdfunding / Crowdlending

Neben dem Verkauf von Rechnungen / Factoring, können klein- und mittelständische Unternhmen weiterhin Geld über die „Crowd“ akquirieren. Bei Crowdfinanzierungen wird Geld von einer Vielzahl von Kleinanlegern gebündelt und in Form von Krediten an Unternehmen gegeben. Im Gegensatz zur Hausbank agieren Crowdplattformen öffentlichkeitswirksam und eröffnen neben neuen Geldern auch neue Marketingkanäle, indem Kleinanleger als Kunden gewonnen werden können.

 

Nützliches und Tools

Hier finden Sie weiterführende Informationen und Tools rund um die Themen Digitalisierung, Home Office, New Work und Remote Work, die helfen können, sich auch während Krisenzeiten gut zu positionieren und die betriebliche Kommunikation und Prozesse aufrecht zu halten.

 

Wichtig zu wissen:

Arbeitsrecht

Können Mitarbeiter aus Angst vor Ansteckung die Arbeit verweigern oder darauf bestehen, im Homeoffice zu arbeiten? Was passiert, wenn ein Großteil der Mitarbeiter erkrankt? Wie ist die Rechtslage, wenn Kindergärten und Schulen schließen? In den unten stehenden Leitfäden finden Sie wichtige Infos zur Orientierung.

 

Allgemeine Informationen

Mehr Informationen zum Coronavirus COVID-19 / SARS-CoV-2 entnehmen Sie der Internetseite des Robert Koch Institutes. Hier finden Sie fortlaufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus allgemein und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wenn Sie Fragen zu unserem Vorgehen oder unseren Angeboten haben, kontaktieren Sie uns bitte: info@gemeinsam-digital.de

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