Die Zukunft des Bankings ist eng mit digitalen Plattformen verbunden, bedingt durch die Vorteile wie Transparenz, Geschwindigkeit und geringere Kosten. Für die Finanzierung der neuen Ladenausstattung oder des leistungsfähigen Roboters in der Produktion bedeutet dies: Immer mehr Unternehmen wenden sich künftig nicht mehr an ihre Hausbank, sondern suchen im Internet nach alternativen Finanzierungslösungen. Bei der Suche nach Alternativen werden Sie im Web recht früh auf FinTechs stoßen, die ihnen schnelle, kostengünstige und flexible Finanzierungen ohne großen bürokratischen Aufwand versprechen – und auch gleich vermitteln.

Alternative Finanzierung durch FinTech

Auf den Plattformen treffen sich Angebot und Nachfrage

Wie in jeder Branche finden Unternehmer auch im Bereich Finanzierung sogenannte Vergleichsplattformen. Diese stellen mit ihrem Angebot eine zentrale Anlaufstelle für KMU-Banking zur Verfügung, auf dem sich Angebot und Nachfrage im Bereich der Finanzierungen treffen – unabhängig von der räumlichen Lage der Unternehmen. So sind beispielsweise hessische Unternehmer, die auf der Suche nach Kapital für den Ausbau von Warenlager sind, oftmals im Unklaren, dass es Finanzdienstleister in Hamburg gibt, die eine solche Finanzierung zu den gewünschten Konditionen anbieten können.

Bei Vergleichsplattformen sorgen intelligente Technologien, Kundenberater und ein Netzwerk aus Hunderten von Banken, Finanzdienstleistern und FinTechs dafür, dass die Angebote bereits nach 24 Stunden vorliegen und beide Parteien in nur wenigen Tagen zueinanderfinden können.

Auch die aufwändige Antragsarbeit – von der Informationsbeschaffung über die vielen persönlichen Gespräche bis hin zum Abschluss – nehmen die B2B-Finanzierungsplattformen den Unternehmern mit Hilfe der digitalen Transformation und Einbettung in die Online-Antragsstrecke größtenteils ab. Schließlich sind viele dieser wiederkehrenden Prozesse und Dokumente komplett digitalisiert und laufen weitgehend automatisiert ab.

Maßgeschneiderte Angebote innerhalb kürzester Zeit

Nach der Anfrage über das Onlineportal, die nur wenige Minuten dauert, und dem Hochladen der Unterlagen stellen Vergleichsplattformen in anonymisierter Form eine Anfrage bei Anbietern und Instituten aus ihrem Netzwerk. Innerhalb kürzester Zeit liegen drei bis fünf Angebote vor, aus denen das Unternehmen das Beste für sich auswählen kann. Zur Verfügung stehen je nach Bedarf und Finanzierungsvolumen die gängigen Instrumente wie Firmenkredite, Factoring, Leasing/Mietkauf, Lagerfinanzierung und Einkaufsfinanzierung (Finetrading).

Die Konditionen wie Laufzeiten, Verzinsung etc. hängen dann im Einzelnen von den Anfragen und der anschließenden Ausgestaltung der Verträge ab, in der es häufig noch Spielraum für die Unternehmen gibt. Die nötige Unterstützung erhalten sie von den Finanzberatern der FinTechs, die wissen, worauf es bei den Details und der Vertragsgestaltung ankommt. Diese menschliche Komponente lässt auch das häufig gehörte Gegenargument (“KMU-Banking ist immer noch Vertrauenssache”) gegen die Nutzung von FinTechs ins Leere laufen. Denn die unabhängige und professionelle Beratung ist im gesamten Ablauf als Navigator fest implementiert und damit ein elementarer Bestandteil des gesamten Finanzierungsprozesses.

Über den Autor:

FinTechs Geschäftsführer Stephan Heller

Stephan Heller ist Gründer und CEO von FinCompare aus Berlin. FinCompare ist eine digitale Plattform für die Unternehmensfinanzierung und richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen mit Finanzierungsbedarf.

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