Worum geht es?

Spiele schaffen es, Menschen durch das Aktivieren ihres natürlichen Spieletriebes in ihren Bann zu ziehen. In der internen Kommunikation mit Mitarbeitern oder extern mit Kunden, kann Gamification ein gewinnbringendes Instrument für Ihr Unternehmen darstellen. Durch die Anwendung von Spielelementen in einer spielfremden Umgebung (=Gamification) können Sie Ihre Inhalte und Produkte leichter, schneller und einfacher kommunizieren und so nachhaltiger im Gedächtnis verankern. Diese psychologischen Kniffe lassen sich in abgewandelter Form auf viele Prozesse des Alltags- und Berufslebens übertragen. So entstehen Produkte und Prozesse, die Mitarbeiter oder Kunden nachhaltig motivieren.

Wozu Gamification?
  • um lästige Punkte von der inneren „Muss-ich-machen-Liste“ auf die „Will-ich-machen-Liste“ wandern zu lassen
  • um eine höhere Motivation für Mitarbeiter und bei Kunden zu erzielen
  • um vielfältige unternehmensrelevante Themen (wie Gesundheitsfürsorge, Personalgewinnung, Marketing, E-Learning, u.v.m.) anzukurbeln und Informationen wirksamer zu kommunizieren
  • um die Attraktivität des eigenen Unternehmens gegenüber der Generation Y und Z zu steigern

Der Gamification-Prozess

Spiele schaffen einen niederschwelligen Einstieg in eine unternehmerische Herausforderung. Sie schaffen eine direkte Erfahrung, klares Bewusstsein und eine konkrete Erkenntnis. Mit dieser Einsicht entstehen Projekte, die nachhaltig sind. Keine Eintagsfliegen, sondern wirkliche Motivations-Treiber für Mitarbeiter oder Kunden. Ein „Muss ich machen” wird zu einem „Will ich machen“. Und das ist letztlich ein Gewinn für alle Seiten.

Gamification ≠ Games

Gamification darf nicht mit Games gleichgesetzt werden. Denn das Resultat eines Gamification-Prozesses muss kein Spiel sein. Schon beim Einsatz von spielerischen Elementen wie beispielsweise Ladebalken oder Levels spricht man von Gamification. Wurde tatsächlich ein vollständiges Spiel zur Wissensvermittlung entwickelt, spricht man von einem Serious Game (= „ernstes“ Spiel).

Aussagekräftige und sinnvolle Gamification

Als vor ein paar Jahren das Schlagwort Gamification aufkam, wollten alle dabei sein. Viel drehte sich um die drei Spielelemente: Punkte, Abzeichen und Ranglisten. Allerdings ist der alleinige Einsatz dieser gern verwendeten Spielelemente häufig zu wenig. Sinnvolle Gamification („meaningful Gamification“) steht für einen ganzheitlichen Ansatz. Statt ausschließlich extrinsische Motivatoren einzusetzen, wird hier besonders der Fokus auf die intrinsische Motivation gelegt. Somit wird eine langfristige Motivation erzeugt: Dinge, die man wirklich selbst (von innen heraus) machen will, halten einen längerfristig am Ball. Damit Gamification nicht zum reinen Sammeln von Punkten wird („Pointsification“) wird, bedarf es einer individuelle Analyse und gut durchdachter Konzepte.

Gamification konkret und Anwendungsgebiete

Gamification wird branchenübergreifend eingesetzt. Versicherungen, Automobilhersteller, medizinische Institute, Energieversorger, Bildungsanstalten, Transportunternehmen, Werbeagenturen – die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Denn alle kennen die gleiche Herausforderung: Wie gestalte ich Produkte und Prozesse so, dass sie wirklich motivierend sind?

Was können Beispiele für Gamification sein? Zunächst einmal: Die Bandbreite ist riesig. Man könnte eine spielerische Achtsamkeits-App einer Krankenversicherung nennen. Oder einen Escape Room, der Konzernmitarbeitern Schulungsinhalte vermittelt. Oder ein Smartphone-Spiel, das Schülern geschichtliches Wissen in Spielform vermittelt. Oder eine Augmented-Reality-Schnitzeljagd durch ein Möbelhaus. Oder oder oder.

Ein Gastbeitrag von Philipp Reinartz, Geschäftsführer der Gamification-Agentur Pfeffermind

Redaktion: Tobias Thimm

Der Autor:

Philipp Reinartz

Philipp Reinartz
Geschäftsführer der Gamification-Agentur Pfeffermind

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