Kommunikation bedeutet Geschichten erzählen

Das merkten auch die Teilnehmenden des vierstündigen, interaktiven Trainings „Botschaften richtig gestalten: Wie erreiche ich meine Zielgruppe?“.

Dazu leitete Martin Talmeier (Hasso-Plattner-Institut/ HPI) ein, dass hinter jeder Botschaft eine Geschichte steckt und wir eigentlich permanent in unserer Kommunikation Geschichten erzählen. Außerdem erkennen wir sofort, ob eine Geschichte spannend ist oder nicht. Dabei sei die Perspektive entscheidend. Verändern wir die Perspektive auf etwas, verändert sich auch die Geschichte. Indem man mit der Perspektive arbeitet, kann man erreichen, die richtige Botschaft zu vermitteln.  Allerdings muss man dafür die gewünschte Perspektive erstmal kennen. Ist einem der Kern der Geschichte bewusst? Auch die des eigenen Lebenslaufs?

bild-4_3

Gute Geschichten können Kunden überzeugen

Schon zu der ersten Frage in der Vorstellungsrunde der Arbeitsgruppen erzählten die Teilnehmenden die ersten guten Geschichten: Wer war der Held Ihrer Kindheit? Niemand gab hier einfach nur einen Namen an. Ob Captain Future, Björn Borg oder der eigene Opa – alle setzten es in einen Kontext, begründeten, beschrieben die Motivation und womöglich ein Ergebnis dessen– kurzum, sie erzählten eine Geschichte und eine Botschaft.

Auch wenn ein Unternehmen der eigenen Kundengruppe etwas verdeutlichen möchte, vielleicht eine Notwendigkeit, einen Bedarf oder eine Funktionalität, erzählt es eine Geschichte. Dabei gibt es gute Analysen, was eine Geschichte richtig gut macht. In Gruppen galt es dann, eine gute Geschichte zu erzählen und am Ende mit einer kurzen, prägnanten Botschaft aus der Arbeit herauszugehen.

Mit guten Methoden zum Ziel

Mithilfe der methodischen Grundlage des Storytellings und der „Heldenreise“ strukturierten die Teilnehmenden ihre eigenen Unternehmensgeschichten: wer ist der Held, wer der Halunke, wer der Mentor? Wo sind die Herausforderungen, wo die Prüfung und wie verändern sich die Rollen im Verlauf der Geschichte sogar? Letzteres gibt der Geschichte einen besonderen und spannenden Dreh.

So gab es zum Thema Nachfolge in Unternehmen die Herausforderung für eines der Teams: welche Geschichte erzähle ich wie, um zu verdeutlichen, dass eine Nachfolge auch grundlegende Veränderungen im Unternehmen mit sich bringen wird, denen man positiv begegnen kann? Oder wie verdeutliche ich einem älteren Unternehmer oder einer Unternehmerin, dass die Digitalisierung für das Traditionsunternehmen keine Bedrohung, sondern eine Chance sein kann wieder so erfolgreich zu sein wie vor 50 Jahren?

Von der Gesamtgeschichte zur Prägnanten Botschaft

Den vier Coaches in Berlin-Wedding, unter anderem Jens Agotz, freier Werbetexter, und Bettina Michl von tiefenschärfe, gelang ein intensives Training mit lösungsorientierten Ergebnissen. Die Teilnehmenden lernten, dass die große Gesamtgeschichte wichtig ist, um daraus die prägnanten Informationen für das jeweilige Medium (Flyer, Pressemitteilung, Stellenausschreibung, Emailabbinder etc.) zu gestalten. Erst wenn man sich die Details aller Bestandteile einer konsistenten Geschichte erarbeitet hat, kann man die wichtigsten Punkte auch für kürzere Formate schnell erstellen.

Die Teilnehmenden erkannten schnell, wie wenig sie eigentlich über die „eigene Geschichte“ wussten und wie schwierig es ist, die Bestandteile auszuarbeiten. Ist es aber geschafft, ist die Geschichte plötzlich klar und schlüssig.

Zum Schluss meisterten sie die Aufgabe, die große Geschichte pointiert in zwei Sätzen zu erzählen, in nur wenigen Minuten.

Marie Landsberg

Auch interessant:

16. Februar 2017
Colonia Nova, Thiemannstraße 1, 12059 Berlin

16.

Ihr Geschäftsmodell digital gedacht

Ein digitales Geschäftsmodell zu entwickeln ist ein spannendes Experimentierfeld. Wer diese Herausforderung annimmt, kann seinen Erfolg enorm steigern. Hürden zu nehmen ist Unternehmern nicht fremd – aber wie geht man es konkret an?

Blog

Problem erkannt, Lösung gefunden! Der Workshop zur digitalen Kommunikation kam gut an

Im Workshop „Digitalisierung verändert Kommunikation“ wurden Unternehmer und Dienstleiter kreativ. Am Ende waren die Teilnehmer begeistert von der Effektivität der Design Thinking Methoden.