Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus haben weltweit zur Unterbrechung vieler Lieferketten und Arbeitsprozesse geführt. Unternehmen haben deshalb gewohnte Abläufe in den digitalen Raum verschoben: Home Office statt Unternehmensbüro, Videokonferenzen statt persönlicher Meetings, E-Commerce statt Ladenbesuche. Die Corona-Krise zeigte, dass manche Unternehmen für diesen Ausnahmezustand besser gerüstet waren als andere. Wer seine IT-Architektur künftig krisenfester machen will, kann von dieser Zeit folgendes lernen.

Krisenfeste Infrastrukturen

1. Mehr Flexibilität dank Private oder Public Cloud

Cloudbasierte IT-Architekturen schaffen schon in „normalen Zeiten“ eine Vielfalt an Möglichkeiten für die Zusammenarbeit. Sie erlauben Mitarbeitenden, via Internet jederzeit von überall her auf Daten und Applikationen zuzugreifen. So lassen sich beispielsweise klassische ERP- oder Office-Aufgaben von remote erledigen. Dieses Mehr an Flexibilität macht sich in Ausnahmesituationen bezahlt: Das Unternehmen kann Arbeitsprozesse – zumindest in ihrer digitalen Dimension – leichter an krisenbedingt veränderte Umstände anpassen.

Krisenfeste Infrastrukturen dank digitaler Worflows

2. Sicherer Zugriff mit klaren Berechtigungskonzepten

Eine Krise erhöht die Vulnerabilität von Menschen und Unternehmen. Hacker- und Betrugsaktivitäten im Netz sind deshalb deutlich angestiegen. Wer jetzt improvisieren musste, damit MitarbeiterInnen aus dem Home Office auf IT-Systeme zugreifen können, erhöhte das Risiko für Angriffe von außen. Cloudsysteme bringen ausgefeilte Sicherheitskonzepte mit, die über rollenbasierte Berechtigungszuweisungen sicherstellen, wer auf welche Daten und Applikationen zugreifen darf.

3. Digitalisierte Workflows unterstützen Teams

In einer Krise können Teams möglichweise nicht so miteinander arbeiten, wie sie es gewohnt sind. Manche KollegInnen sind nicht vor Ort, andere fallen aus. Wer dann keine durchgängige Prozessunterstützung hat, endet leicht im Chaos: Systemübergänge zwischen Einkauf, Produktion, Lager, Logistik oder Verkauf müssen Mitarbeitende stellenweise manuell mit Excel-Sheets überbrücken. Es empfiehlt sich daher, die eigenen Wertschöpfungsprozesse und Workflows so zu digitalisieren, dass sie das ganze Team gut durch die Krise tragen.

Krisenfeste Infrastrukturen dank Datenmanagement in der Cloud

4. Professionelles Datenmanagement für Sonderaktionen

Wer in Krisenzeiten neue Vertriebswege nutzen möchte, stellt häufig fest, dass Informationen über eigene Produkte auf verschiedene Systeme verteilt sind. Dadurch wird es äußerst aufwändig, neue Vertriebskanäle auszuprobieren. Ein zentraler Datenhub schafft hier Abhilfe: Über mehrstufiges Daten-Mapping wandelt er Produktinformationen automatisch in gewünschte Zielformate um. So können krisenbedingte Verkaufsaktionen auch kurzfristig umgesetzt werden.

5. Digitale Vertriebswege ergänzen klassische Kanäle

Händler und produzierende Unternehmen können in Krisenzeiten davon profitieren, ihr Business-Konzept mit parallelen Vertriebswegen schon frühzeitig aufgestellt zu haben. Über Webshops oder Online-Marktplätze lassen sich flexibel Kundenbeziehungen pflegen, Click&Collect-Konzepte umsetzen oder andere Marketingaktionen durchführen.

Über den Autor:

Portrait Boris Krstic

Boris Krstic ist Vorstandsvorsitzender der Actindo AG und Initiator des Corona Mittelstandsprogramms.  Das Programm bietet eine breite Palette von IT-Lösungen, Services und Best-Practice-Guides zu Digitalisierung und E-Commerce, die nun komplett kostenfrei oder sehr kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Die Actindo AG startete diese Initiative mit über 20 Partnern.

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