Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

„Flache Hierarchien“, „kurze Entscheidungswege“ und „Freiraum für Eigeninitiative“ sind mittlerweile zum geflügelten Wort in Stellenanzeigen geworden. Insbesondere viele mittelständische Unternehmen bekommen den Fachkräftemangel stark zu spüren und möchten sich daher als attraktiver und zeitgemäßer Arbeitgeber bei potentiellen Bewerbern positionieren. Und das aus gutem Grund: 85 Prozent der Fachkräfte wollen möglichst selbstbestimmt arbeiten und Verantwortung tragen. Straff und traditionell geführte Unternehmen sind keine bevorzugten Arbeitgeber mehr. Das belegt eine gemeinsame Studie von StepStone und Kienbaum, für die mehr als 14.000 Fach- und Führungskräfte befragt wurden.

Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollte die Organisationsstruktur daher auch tatsächlich gewährleisten, dass Mitarbeiter an wichtigen Entscheidungen beteiligt werden und die Kommunikationskultur von Offenheit geprägt ist. Andernfalls wird riskiert, dass sich das gerade gewonnene High Potential nach Alternativen umsieht. Doch nicht nur um einer hohen Fluktuation vorzubeugen, sollte die externe Darstellung mit der internen übereinstimmen. Können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell und einfach team-, standort- und hierarchieübergreifend zusammenarbeiten, so führt dies zu einer hohen Mitarbeitermotivation und einer schnelleren und flexibleren Reaktion auf veränderte Marktanforderungen.

Wie wichtig das ist – auch um Innovationen hervorbringen zu können – weiß kaum jemand besser als der deutsche Mittelstand. Er gilt hierzulande als Innovationstreiber und kennt die Notwendigkeit, sich neuen Situationen anpassen. In Zeiten der Digitalisierung und der damit einhergehenden Schnelllebigkeit wird der Wettbewerb noch härter. Umso wichtiger sind dann motivierte Mitarbeiter, die agil handeln können und dazu befähigt werden, neue Ideen voranzutreiben. Dafür müssen jedoch die richtigen Voraussetzungen im Unternehmen geschaffen werden.

Modernes Intranet unterstützt selbstbestimmtes Arbeiten und aktiviert Mitarbeiter

Mit einem modernen Intranet kann genau dies gelingen. Als leistungsstarke, digitale Plattform mit Fokus auf dynamischen Austausch und Zusammenarbeit, hat es einen positiven Effekt auf die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung:

Mehr Transparenz: Der Activity Stream – vergleichbar mit der Timeline bei Facebook oder dem Newsfeed bei XING – sorgt für Authentizität und Transparenz im Intranet. Dadurch, dass relevante Unternehmensnachrichten reichweitenstark und zielgruppenspezifisch ausgespielt werden können, gehen wichtige Neuigkeiten nicht verloren. Durch die Option der aktiven Personalisierung erhalten Mitarbeiter zudem genau die Informationen zu bestimmten Themenbereichen oder von einzelnen Kollegen, denen sie folgen. Die Früchte dieser Transparenz sind eine offene Diskussion von Ideen und ein erleichterter, hierarchieübergreifender Austausch.

Selbstbestimmtes Arbeiten: Die integrierte Suchfunktion ermöglicht, dass Informationen schnell gefunden und mit anderen Kollegen geteilt werden können. Hat ein Mitarbeiter eine fachspezifische Frage, kann er anhand der Mitarbeiterprofile den richtigen Ansprechpartner finden und ihn via Chat-Funktion kontaktieren. Möchte er sich über den Fortschritt eines Projektes informieren, tauscht er sich hierzu mit den anderen Mitgliedern in einer virtuellen Projektgruppe aus, in der auch alle relevanten Dokumente abgelegt sind. Oder der Mitarbeiter möchte Informationen zu einem Neukunden abrufen: Mit integrierten “Absprüngen” zu Drittsystemen wie CRM-Lösungen ist das problemlos möglich. All diese Schritte erfolgen abteilungsübergreifend sowie orts- und geräteunabhängig. Das führt nicht nur zu mehr Effizienz und einer transparenten Vernetzung: der einzelne Mitarbeiter kann auch selbstbestimmter und unabhängiger arbeiten.

Stärkere Mitarbeiterpartizipation: Ein modernes Intranet kann zudem ein effektives Instrument sein, um Mitarbeiter durch ihre Abstimmung, Likes oder Verbesserungsvorschläge in Entscheidungsprozesse einzubinden und ihr Feedback einzuholen. In Blitzumfragen oder One-Click-Votings kann beispielsweise kurzerhand über das neue Produkt-Logo abgestimmt werden. Mit einem Puls-Check wird die Stimmung der IT-Abteilung erfasst, indem die Mitarbeiter zur Zusammenarbeit im Team befragt werden. Virtuelle Arbeitsräume erlauben, Ideen innerhalb kürzester Zeit zu generieren und auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Die Mitarbeiter tragen folglich wichtige Entscheidungen mit und fühlen sich wertgeschätzt, was automatisch ihre Bindung an das Unternehmen stärkt.

Warum Mitarbeiterbindung so wichtig ist

Fest steht: Die Digitalisierung der internen Kommunikation(IK) – mit einem modernen Intranet als zentralem Element – trägt entscheidend zur Zufriedenheit der Mitarbeiter und ihrer Leistungsfähigkeit bei. Ganz klar ist aber auch, dass eine Digitalisierung der IK nicht zwangsläufig einen Abbau von Hierarchien bedeutet. Im Gegenteil: ein flexibles Unternehmen braucht gar nicht unbedingt flache Hierarchien. Worauf es vielmehr ankommt, sind kurze Kommunikations- und Entscheidungswege, ein schneller und effektiver Austausch sowie Mitarbeiter, die sich aktiv ins Unternehmensgeschehen einbringen können.

Und mehr noch: Zufriedene Mitarbeiter, die sich im persönlichen Gespräch mit Freunden und Bekannten oder über Social Media positiv zu ihrem Arbeitgeber äußern, werden gleichzeitig auch zu Markenbotschaftern. Wer es also als mittelständisches Unternehmen schafft, sich an den Bedürfnissen seiner Mitarbeiter zu orientieren und sie langfristig an sich zu binden, der bleibt auch im digitalen Zeitalter konkurrenzfähig.

 

Ein Gastbeitrag von Lutz Hirsch, geschäftsführender Gesellschafter von HIRSCHTEC

Der Autor

Lutz Hirsch ist geschäftsführender Gesellschafter von HIRSCHTEC und digitalisiert die interne Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen. 2003 gründete er die Full-Service Intranet Agentur, die sich auf die schlüsselfertige Einführung von Intranets und Mitarbeiterprofilen spezialisiert hat und gegen Jahresende rund 100 Mitarbeiter beschäftigen wird.

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