Die neuen Corona-Hilfen

Die Coronakrise ist in vollem Gange und mit den sowohl verlängerten als auch verschärften Maßnahmen haben Unternehmen zunehmend zu kämpfen. Wir geben Ihnen einen Überblick welche Corona-Hilfen es jetzt gibt, wie Sie diese in Anspruch nehmen und wieviel Geld Sie erhalten können.

Welche Maßnahmen gelten ab Dezember?

  • Die bisher geltenden Regeln werden bis zum 14. Februar verlängert.
  • Der Einzelhandel wurde am 16. Dezember geschlossen.
  • Ebenfalls am 16. Dezember musste die Gastronomie schließen, der Verkauf von Speisen und Getränken zur Mitnahme bleibt weiterhin erlaubt.
  • Hotels dürfen Inlands Touristen nicht mehr beherbergen.

Welche Corona-Hilfen gibt es?

Die Dezemberhilfe

Die Novemberhilfen erhalten Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die indirekt oder direkt von den Schließungen betroffen sind. Mit Verlängerung dieser Schließungen werden auch die Novemberhilfen – als Dezemberhilfe, verlängert.

Überbrückungshilfe 3 und Neustarthilfe

Die aktuell bis zum 31.Dezember laufende Überbrückungshilfe zwei wird zur deutlich erweiterten Überbrückungshilfe drei und bis Ende Juni 2021 verlängert. Die besonders von Corona betroffenen Gruppen der Soloselbstständigen, FreiberuflerInnen und Unternehmen erhalten damit Unterstützung, in Form von Zuschüssen die sie nicht zurückzahlen müssen. Für Soloselbstständige gibt es alternativ zu den Fixkostenzuschüssen der Überbrückungshilfe, die Neustarthilfe.

Wer ist Antragsberechtigt?

Mit den aktuellen Neuerungen von Überbrückungshilfe 3 entfällt die Unterscheidung in direkt- und indirekt betroffene Unternehmen. Antragsberechtigt sind somit alle Unternehmen die von Umsatzrückgängen betroffen sind.

Mehr zu den Änderungen von Überbrückungshilfe 3 erfahren Sie in unserem Beitrag: „Überbrückungshilfe 3 – Die wichtigsten Neuerungen“.

Welche Kriterien müssen für Überbrückungshilfe 3 und Neustarthilfe erfüllt sein?

Mit den aktuellen Neuerungen von Überbrückungshilfe 3 wurden die Kriterien zur Antragsberechtigung vereinheitlicht. Als einziges Kriterium für alle Unternehmen gilt ein Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent.

Mehr zu den Änderungen von Überbrückungshilfe 3 erfahren Sie in unserem Beitrag: „Überbrückungshilfe 3 – Die wichtigsten Neuerungen“.

Vorsicht: Nach Ende der Überbrückungshilfe 3 muss eine Schlussabrechnung durchgeführt werden. Ergibt diese, dass Umsatzrückgänge geringer waren als die geforderten Mindestschwellen um Antragsberechtigt zu sein, müssen Hilfen gegebenenfalls anteilig zurückgezahlt werden. Außerdem ermittelt werden die endgültigen Fixkosten. Weichen diese von den prognostizierten Kosten ab, müssen sie ebenfalls zurückgezahlt werden.

Wo und Wie beantrage ich die Corona-Hilfen?

Sowohl die Überbrückungshilfe drei, als auch die Dezemberhilfen werden über die Plattform der Überbrückungshilfe beantragt. Anträge werden elektronisch über prüfende Dritte wie: SteuerberaterInnen, RechnungsprüferInnen, vereidigte BuchprüferInnen, WirtschaftsprüferInnen oder RechtsanwältInnen gestellt. Soloselbstständige sind unter gewissen Bedingungen und bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt antragsberechtigt, vorausgesetzt sie können ein ELSTER-Zertifikat vorweisen.

Wann können Sie die Corona-Hilfen beantragen?

Die Novemberhilfen können seit dem 25. November und mit der Verlängerung als Dezemberhilfen bis zum 31. Januar 2021 beantragt werden, Überbrückungshilfe zwei seit dem 21. Oktober. Überbrückungshilfe drei schließt daran an und kann von Januar bis Juni 2021 beantragt werden. Aktuell befindet sich das Antragsverfahren noch in der Vorbereitung. Wir informieren Sie sobald Sie Ihren Antrag stellen können.

Die Plattform für Überbrückungshilfe

Die Bundesregierung hat beschlossen, die neuen 15 Milliarden Euro umfassenden Corona-Wirtschaftshilfen und die verschiedenen, bereits existierenden Corona-Maßnahmen und Hilfen zu bündeln und über eine zentrale Plattform, www.Überbrückungshilfe-Unternehmen.de, laufen zu lassen, was sowohl Bedienbarkeit als auch Geschwindigkeit der Beantragung und Auszahlung verbessern soll.

Hier gelangen Sie zur zentralen Plattform des Bundes

Wie hoch sind die Corona-Hilfen?

Mit den November- und Dezemberhilfen erhalten Unternehmen Zuschüsse von bis zu 75% ihres durchschnittlichen Einkommens zum aktuellen Zeitpunkt im Vergleichsjahr 2019. Die Berechnung erfolgt tageweise und anteilig für die Dauer der Maßnahmen. Überschreiten die Zuschüsse den Betrag von einer Millionen Euro, benötigen sie eine Genehmigung der EU-Kommission.

Die Überbrückungshilfe drei richtet sich nach den Fixkosten des Unternehmens und wurde von maximal 50.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro erhöht. Außerdem wurde der Katalog zu den erstattungsfähigen Kosten erweitert und umfasst jetzt zum Beispiel auch bauliche Maßnahmen für Hygienemaßnahmen von bis zu 20.000 Euro oder Marketing- und Werbekosten die im Ausmaß der dafür im Jahr 2019 getätigten Ausgaben förderfähig sind. Es gelten folgende Angaben:

  • Ging Ihr Umsatz um mehr als 70% zurück, werden Ihnen bis zu 90% der monatlichen Fixkosten erstattet.
  • Bei Umsatzeinbrüchen zwischen 50% und 70% werden Ihnen 60% der monatlichen Fixkosten erstattet.
  • Und bei Verlusten zwischen 30% und 50% werden Ihnen Fixkosten von bis zu 40% erstattet.

Soloselbstständige können das Monatsdurchschnittseinkommen aus dem Jahr 2019 angeben und erhalten als Alternative zur Fixkostenerstattung die sogenannte „Neustarthilfe“. Sie erhalten mit dieser Einmalpauschale bis zu 25% Ihres Jahresumsatzes aus dem Jahr 2019, vorausgesetzt der Betrag von 7.500€ wird nicht überschritten.

Haben Sie Ihr Unternehmen zwischen dem 01. August und 30. April 2020 gegründet, gilt für Sie als Vergleichszeitraum das dritte Quartal 2020.

Umsätze die Sie trotz Schließung erzielen, werden bis zu 25% nicht an die Hilfen angerechnet.

Weitere Informationen

Hier gelangen Sie zu unserem Beitrag für Finanzierungsmöglichkeiten und Soforthilfen für KMU in der Krise: Finanzierungshilfen während der Coronakrise.

Hier finden einen Überblick über Staatliche Soforthilfen und Finanzierungen des Bundes und der Länder, Informationen zum Kurzarbeitergeld, relevanten regulären Förderprogrammen, Factoring, Crowdfinanzierung und weitere nützliche Tools, Tipps und Tricks.

Allgemeine Hinweise

Mehr Informationen zum Coronavirus COVID-19 / SARS-CoV-2 entnehmen Sie der Internetseite des Robert Koch Institutes. Hier finden Sie fortlaufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus allgemein und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wenn Sie Fragen zu unserem Vorgehen oder unseren Angeboten haben, kontaktieren Sie uns bitte: info@gemeinsam-digital.de

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Finanzierungshilfen während der Coronakrise

Welche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten stehen kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung, um die Zeit während der Coronakrise sicher zu überbrücken? In unserem aktuellen Guide finden Sie wichtige Informationen.

Welche Kriterien müssen für Überbrückungshilfe 3 und Neustarthilfe erfüllt sein?

Nicht mehr aktuell

Wer ist antragsberechtigt

Antragsberechtigt sind:

  • Direkt betroffene Unternehmen: Darunter fallen alle Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die aufgrund der Schließungsverordnungen ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
  • Indirekt betroffene Unternehmen: Jene Unternehmen die nachweisen können, dass sie 80% ihrer Umsetze mit Unternehmen die direkt von den Schließungen betroffen sind erzielen.
  • Verbundene Unternehmen: Dazu zählen Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebsstätten. Entfallen 80% der Gesamtumsätze auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen besteht Anspruch auf die Corona-Hilfen.

Welche Kriterien müssen für Überbrückungshilfe 3 und Neustarthilfe erfüllt sein?

  • Ihr Jahresumsatz liegt unter 500 Mio. Euro
  • Von April bis Dezember 2020 erlitten Sie in zwei zusammenhängenden Monaten Umsatzrückgänge  von mindestens 50% im Vergleich zum Vorjahr 2019. Dann haben Sie Anspruch auf einen Fixkostenzuschuss von maximal 200.000€ für alle Monate von Januar bis Juni 2021, sowie rückwirkend für Dezember 2020 in denen Sie Umsatzeinbüße von mindestens 30% haben.
  • Wenn Sie im November und/ oder Dezember Umsatzeinbrüche von mindestens 40% hatten und nicht direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffen sind erhalten Sie ebenfalls einen Fixkostenzuschuss für den jeweiligen Monat.
  • Waren Sie direkt oder indirekt von den Schließungen betroffen und Ihr Umsatz ist um 30% eingebrochen erhalten Sie den Fixkostenzuschuss für Dezember.

Im Jahr 2021

  • Sind Sie in den Monaten Januar bis Juni 2021 direkt oder indirekt von bundesweiten Schließungen betroffen und gehen Ihre Umsätze um mindestens 30% zurück, erhalten Sie für die jeweiligen Monate bis zu 500.000€ Zuschüsse.
  • Wenn Sie nicht direkt oder indirekt von den Schließungen betroffen sind und einen Umsatzrückgang von mindestens 40% aufweisen, können Sie im selben Zeitraum Fixkostenzuschüsse von bis zu 200.000€ erhalten.
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