350 Besucher pro Tag – Besucherströme managen mit digitalen Mitteln

Ob Museen, Konzertlocations, Messen oder andere Attraktionen, die Besucher anziehen: wie können Gäste effektiv und für diese zufriedenstellend durch digitale Bezahlsysteme und intelligente Steuerung durch die Sehenswürdigkeiten geleitet werden?

Um die Umsetzung eines solchen Planes geht es bei dem neuesten Digitalisierungsprojekt des Kompetenzzentrums Berlin. Das neue Projekt der Berliner Eiswelten GmbH – eine Eislandschaft mit Skulpturen aus 60 Tonnen Eis – rechnet ab der Eröffnung im Frühjahr 2017 mit einer Besucherzahl von 350 Gästen pro Tag. Der Gast soll hier die Arktis und Welt der Inuit erleben können, inklusive Gerüche, Kälte und Wetterleuchten.

Nicht nur die Anforderungen an die Technik bei Minusgraden müssen bei der Erarbeitung eines Digitalisierunskonzeptes bedacht werden. Die hohe Besucherzahl und die Steuerung der Besucherströme sollen in eine möglichst nutzerorientierte Lösung münden.

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Eine Eventattraktion aus Nutzersicht

In mehreren Workshops erarbeitete die Technische Hochschule Brandenburg vom Kompetenzzentrum deshalb mit dem Geschäftsführer und seinen Mitarbeitern erste Möglichkeiten diese Herausforderungen anzugehen. Die Teilnehmer spielten die Reise durch die Eiswelten aus Nutzersicht durch. Dabei setzten sie unterschiedliche Methoden aus dem Design Thinking Ansatz ein, wie

  • Personas ( das sind Archetypen von möglichen Kunden),
  • die User Journey,
  • Brainstorming oder
  • Rollenspiele.

Fragen waren dabei beispielsweise, wie die Attraktion Schülergruppen nahe gebracht werden kann. Also wurde sich in die Rolle eines Lehrers versetzt, der einen Ausflug mit seiner Schülergruppe in die Eiswelten plant. Dabei durchläuft der Lehrer verschiedene Punkte (die User Journey) – angefangen bei der Reservierung / Buchung, Ankunft, Erleben des Ortes, bis zur Abreise und alles, was danach geschieht. An jedem dieser Punkte gibt es Besonderheiten zu bedenken:

Wo können die Schüler ihre Ranzen abgeben? Sollten die Schüler vor Abholen der Thermokleidung und Betreten des Ortes lieber noch einmal auf die Toilette gehen? Bekommt der Lehrer Unterstützung bei seinem Aufenthalt durch Angestellte?

Antworten auf diese Fragen kann das Unternehmen als Möglichkeiten nutzen besondere Dienstleistungen anzubieten. So würde sich ein Lehrer sicherlich darüber freuen, wenn der Zielort einer Exkursion als pädagogischen Mehrwert am Ende ein Quiz für die Schüler bereithält, um erworbenes Wissen zu festigen.

Durch dieses Vorgehen im Workshop konnten die Teilnehmer viele Fragen stellen und beantworten und so darauf hinarbeiten, dass in der Umsetzung ein besonderes Kundenerlebnis geschaffen wird. Ziel ist es bei allen entwickelten Konzepten und Ideen den  Nutzer  in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn dieser ein perfektes Erlebnis hat, wirkt sich das auf den Geschäftserfolg eines Unternehmens aus.

Hier geht es zum Digitalisierungsprojekt!

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