Die Digitalkonferenz warf einen spannenden Blick in die Zukunft von Bildung und Mittelstand im digitalen Zeitalter

Mehr Informatik in den Schulen und Hochschulen? Mehr fächerübergreifender Einsatz von digitalen Medien? Wie genau die Bildungspolitik die Anforderungen der digitalen Transformation vermehrt in die Schul-, Aus- und Weiterbildung integrieren will, das war ein wesentlicher Streitpunkt auf der Digitalkonferenz am 19. Oktober in der Estnischen Botschaft in Berlin.

Im deutschen Mittelstand ist der Nachholbedarf in der Digitalkompetenz jedenfalls schon deutlich spürbar. Deshalb stellte unter anderem das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Berlin seine kostenlosen Unterstützungsangebote von Veranstaltungen über Workshops bis hin zu konkreten Umsetzungsprojekten für Mittelständler vor.

Digitale Bildung
v.l. Marie Landsberg, Maria Beck, Prof. Dr. Thomas Thiessen, Dr. Franz Büllingen

Wie viel Informatik, wie viel digitale Medien in Lehrplänen und Curricula?

Mehr als 100 Gäste kamen auf Einladung des BVMW, der Gesellschaft für Informatik und der Initiative Mittelstand-Digital in die Botschaft der Republik Estland in Berlin. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Nationalen IT-Gipfel 2016 statt. Wie kann die digitale Transformation der Bildung gestaltet werden? Dazu bekamen die Teilnehmer Einblicke in Ideen und Initiativen seitens der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik. Vertreter der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren und Agenturen verdeutlichten, wie wichtig Wissen über die digitalen Möglichkeiten und Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes ist.

Die Diskussion zwischen dem Generalsekretär der Kultusministerkonferenz (KMK) Udo Michallik, der Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Frau Prof. Monika Gross und dem aktiven Publikum verdeutlichte die Herausforderung, die  Interessen von Fachverbänden, moderne Lehrmethoden und wirtschaftliche Bedarfe an zukünftige Fachkräfte in Lehrplänen und Curricula umzusetzen. Die Berichterstatter für Digitale Bildung der SPD als auch der CDU/CSU-Fraktion, Saskia Esken und Sven Volmering, erweiterten dies mit Einblicken in die aktuelle Bildungspolitik.

Die Gäste waren sich insgesamt einig, dass die Modernisierung der Bildung, im Rahmen der Digitalisierung, zu den Topthemen auf der Agenda gehören und alle Akteure dafür an einem Strang ziehen müssen. Großer Diskussionsbedarf entstand bei der Frage, ob die informatische Bildung ein Grundbaustein der Schul-, Aus- und Weiterbildung werden muss, welche fest in den Curricula verankert wird.

Im Anschluss der Konferenz luden die Gastgeber zu einem Parlamentarischen Abend ein, der mit Impulsen des estnischen Botschafters, des GI-Präsidenten Prof. Dr.-Ing. Liggesmeyer und von Mario Ohoven, dem Präsident des BVMW eröffnet wurde.

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