Ziel

Ziel

Entwickeln Sie ein Verständnis der diversen Betreuungsbedürfnisse Ihrer MitarbeiterInnen und Möglichkeiten der Interaktivität.

Individuelle Bedürfnisse in der Lernbetreuung berücksichtigen

Die notwendige Lernbetreuung, beispielsweise die maximale Gruppengröße oder ob eine Online-Schulung zusätzlich durch eine menschliche AnsprechpartnerIn für die MitarbeiterInnen begleitet werden sollte, hängt stark vom individuellen Profil des Lernenden ab. Ein zentraler Erfolgsfaktor bei der Umsetzung von Lernangeboten ist es, MitarbeiterInnen mit ihren verschiedenen Wissensbeständen gleichermaßen mit einzubeziehen. Dafür müssen Erklärungen niedrigschwellig und individuelle Kompetenzen der Belegschaft bestmöglich berücksichtigt werden.

Individuelle Bedürfnisse in der Lernbetreuung berücksichtigen

Außerdem wird Lernen zukünftig zunehmend sozialer: Denkbar ist, Ihren MitarbeiterInnen durch betriebsinterne Barcamps zu Digitalisierungsthemen Motivationsimpulse für die Weiterbildung, auch unter den KollegInnen, zu geben. Formate wie informelle Vernetzungstreffen zwischen KollegInnen, Communities of Practice oder teamübergreifende Austauschrunden sind zudem denkbare Formate, um es MitarbeiterInnen zu ermöglichen, sich gegenseitig mit ihrem Digitalisierungswissen zu unterstützen und zu inspirieren.

Communities of Practice

Was sind Communities of Practice?25

Ein Beispiel für eine praxisnahe Arbeitsgemeinschaft im Austausch mit KollegInnen, sind Communities of Practice (CoP). Sie ermöglichen kooperatives Lernen und einen stärker strukturierten Lernprozess als ein rein informeller Austausch, indem sie sich unterschiedlicher Medien bedienen, die auch räumlich und zeitlich unabhängige Gesprächsrunden ermöglichen. Im Zentrum steht das gemeinsame Interesse an einer effizienten Aufgabenbearbeitung und Lösungsfindung, die weitgehend selbstorganisiert verläuft. Intensive Kommunikation und ein Fokus auf individuelle und kollektive Lernprozesse prägen solche Gemeinschaften. Ziele einer CoP sind zumeist die Diskussion konkreter Problemlagen, das Teilen von Informationen oder das Verknüpfen von WissensträgerInnen über Funktionsgrenzen hinweg.

Einsatzmöglichkeiten

Einsatzmöglichkeiten

Merkmale, die für den Einsatz einer CoP in Ihrem Unternehmen sprechen:

  • Zielgruppe sind MitarbeiterInnen mit spezifischem Fach- und Erfahrungswissen, die dieses orts- und zeitunabhängig teilen und vertiefen wollen. Wichtig ist die Bereitschaft, eigenes Wissen einzubringen.
  • Lerninhalte stehen im Arbeitskontext, werden aber nicht durch ihn begrenzt. Im Zentrum stehen fachliche und methodische Kompetenzen meist in einem inhaltlichen Themengebiet.
  • Voraussetzung sind Freiräume während der Arbeitszeit, um aktiv an solchen Gemeinschaften teilnehmen zu können.
  • CoP eignen sich besonders für Unternehmen mit verschiedenen Standorten oder kleinere Betrieben, die einen Wissensaustausch über die Betriebsgrenze hinaus fördern möchten.
Vorteile

Vorteile

CoP als kooperative Lernform ist mit anderen Formen des individuellen Lernens gut kombinierbar. Wissensaustausch und fachliche sowie methodische Kompetenzen können problembezogen in konkreten Themengebieten weitgehend selbstverantwortlich zwischen MitarbeiterInnen diskutiert werden und setzen damit an deren konkreten, individuellen Herausforderungen im Arbeitsalltag an. Bei erfolgreicher Umsetzung von CoP kann ein wichtiger Dialog zwischen interner und externer Betriebsperspektive entstehen, ebenso wie zwischen verschiedenen Wissensebenen, zum Beispiel ExpertInnen und NeueinsteigerInnen.

Nachteile

Nachteile

CoP setzen technische Ausstattung für die Einrichtung eines elektronischen Netzwerkes voraus. Eine weitere Hürde kann die mangelnde Bereitschaft der MitarbeiterInnen darstellen, ihr Wissen offen zu teilen.

Aufwand

Aufwand

Aufwand und Kosten sind bei CoP eher niedrig, sofern ein digitales Netzwerk besteht. Der zeitliche Aufwand, den MitarbeiterInnen für die Diskussion und Problemlösung benötigen, sollten dennoch bedacht werden.

So fangen Sie an

So fangen Sie an

  1. Potentiale und gemeinsame Interessengebiete definieren
    Legen Sie die primären Ziele und Art der CoP fest (zum Beispiel Innovative CoP, unterstützende CoP, Best Practice CoP). Legen Sie außerdem den Themenbereich und die zentralen Themenfelder fest, über die diskutiert werden soll. Welche potentiellen Mitglieder gibt es? Welche TeilnehmerInnen könnten sich als KoordinatorInnen oder in einer Führungsrolle innerhalb des Forums eignen?
  2. TeilnehmerInnen zusammenbringen
    Bringen Sie die MitarbeiterInnen zusammen. Ein gemeinsames Event und eigene Räumlichkeit können helfen, die Identität und geteilten Werte einer CoP aufzubauen. Beziehen Sie die Führungsebene mit ein und verknüpfen Sie zentrale Gruppenmitglieder.
  3. Prozesse und Lernagenda definieren
    Stellen Sie einen Arbeitsplan auf: In welchem Rhythmus soll die Lerngemeinschaft diskutieren? Wie können einzelne Sessions sinnvoll strukturiert werden und wer übernimmt hierfür den Lead? Welche Rolle kommt der CoP im gesamtbetrieblichen Umfeld zu?
  4. Weiterentwicklung einer CoP
    Wie können Aktivitäten der Lerngemeinschaft im Unternehmen institutionalisiert werden? Fördern Sie die aktive Aufnahme neuer Mitglieder, die für neue Impulse sorgen können. Bestimmen Sie MentorInnen und GestalterInnen/Group leaders. Gibt es thematisch verbundene CoP auch außerhalb Ihres Unternehmens, mit denen eine Kooperation bereichernd sein könnte?

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    Weiterführende Links und Quellenangaben:

    32 Vgl. Lutz Jäckel, Christiane Kerlen, Iris Pfeiffer, Jan Wessels, Lernformen für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen, S. 52-53. Online verfügbar unter: http://www.abwf.de/content/main/publik/handreichungen/lipa/010_90hand-10.pdf (zuletzt aufgerufen am 9.10.2020).

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