Digitale Kommunikation ist vernetzter und simultaner

Im Workshop „Digitalisierung verändert Kommunikation“ wurden Unternehmer und Dienstleiter kreativ. Aus Legofiguren, Perücken, Hüten, Golfschlägern und anderen Utensilien wurden Prototypen gebaut. Damit fanden die Teams innovative und vor allem kundenorientierte Lösungen, für eine neue, digitale Kommunikation. Am Ende waren die Teilnehmer begeistert von der Effektivität der Design Thinking Methoden.

In Potsdam wurde interviewt und gebastelt. Das Kompetenzzentrum Berlin lud zu einem Workshop, in welchem sich über die neuen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation in den Unternehmen auseinander gesetzt werden sollte.

Martin Talmeier vom HPI machte gleich zu Anfang klar: die Kommunikation hat sich durch die Digitalisierung grundlegend verändert, sie ist vernetzter und simultaner geworden, das Sender-Empfänger-Modell ist veraltet, denn der Empfänger sendet nun auch und schafft so neue Herausforderungen für kommunizierende Unternehmen. Talmeier zeigte auch auf, dass das mobile Internet über alle Altersgruppen hinweg gleichermaßen genutzt wird. Jüngere Zielgruppen nutzen es aber länger, als ältere.

Input Martin Talmeier HPI
Input Martin Talmeier, HPI

Auf Veränderung einlassen und Methoden entwickeln

Mit diesem Input und anschaulichen Beispielen aus der Wirtschaft ging es dann unter Anleitung von Moritz Ettl und Hannes Kluge von der HPI-Acadamy und unter Anwendung der Design Thinking Methode daran, sich mit praktischen Problemstellungen auf die Veränderung einzulassen. Ansätze für das eigene Unternehmen im Workshop können so erarbeitet werden.

Die Teilnehmer lernten in Teams mithilfe spezieller Interviewmethoden nach dem Design Thinking Ansatz, die Probleme beziehungsweise Bedarfe eines potentiellen Kunden oder eines Unternehmens zu erkennen. Was braucht die Person, um ihr Ziel zu erreichen? Wo liegt ihr strukturelles Problem, was sie an eine Umsetzung der neuen Herausforderungen der Digitalisierung hindert? Hier zeigte sich schnell, dass durch die gegenseitige Einschätzung und Analyse mittels der Interviews, die Eigenwahrnehmung der Teilnehmer geschärft wurde.

Indem Teilnehmer ihren Arbeitsalltag, die typischen Abläufe, Sorgen und Hürden schilderten, konnten die Interviewer herausarbeiten, wo eine Lösung gefunden werden muss, um mögliche Unwegsamkeiten zu beseitigen. Sie entwickelten aus unterschiedlichen Utensilien Lösungsprototypen auf der Grundlage von ausgearbeiteten Szenarien. Den Interviewten wurde vor Augen geführt, wo das Problem und dessen Lösung liegen könnten.

Am Ende waren die Teilnehmer begeistert von der Methode. Sie ermöglichte es Ihnen innerhalb kurzer Zeit, Probleme zu identifizieren und Lösungen zu finden. Die praktische Umsetzung verdeutlichte, wie man mit kreativen Methoden kundenzentrierte Lösungen für die digitale Kommunikation im Unternehmen finden kann.

Marie Landsberg

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